

| Paragleiten ist eine noch sehr junge Sportart. Der Wunsch des Menschen, zu fliegen ist jedoch schon sehr alt. Die erste geschichtliche Erwähnung geht ins Jahr 100 nach Christi Geburt zurück. Bereits im 18. Jahrhundert sprang der Franzose Lelandes mit einem aus Tuch bestehenden Fallschirm von einem Ballon ab. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Fallschirm, der Vorläufer des heutigen Gleitschirms, zum Sportgerät. Den Durchbruch schaffte der Gleitschirmsport im Jahr 1964 als der Kanadier Domina Jalbert auf die Idee kam, aus Segeltuch einen Flugzeugflügel mit Profil nachzubilden. Der Flächenschirm war erfunden, wurde aber vorerst nur für Flugzeugabsprünge verwendet. 1974, als Dan Poynter erstmals die Möglichkeit heranzog, mit einem Flächenschirm vom Berg zu starten, war die Geburtsstunde des Paragleiten (er nannte es „Parasailing“). Die ersten Bewerbe gab es 1983 in Frankreich, auch wenn sie damals noch unter dem Namen „Bergfliegen“ liefen. In den folgenden Jahren wurden die Leistungen der Schirme ständig verbessert und das Interesse am Gleitschirmsport stieg (Peter & Schlager 1988, 10-11) |